Dienstag, 18. August 2015
Lexington, Cape Ann, Cape Elizabeth und Bar Harbor
Die letzten 2 Nächte hab ich in einem billigen, verrauchten Motel (Bates lässt grüßen) ohne WiFi verbracht, deswegen haben sich jetzt einige Bilder und Geschichten angesammelt und es fällt mir schwer das alles zu ordnen, deswegen schreib ich einfach mal drauf los, vielleicht auch ohne Sinn :)

Nach Boston ging es weiter Richtung Lexington, der Geburtsstadt der amerikanischen Freiheit, auf dem Feld wo damals der erste Schuss gefallen ist, der den Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer eingeleitet hat. Dort steht neben unzähligen anderen Denkmälern auch eine Statue von John Parker, der das Militär geleitet hat.

Kopf bitte drehen


Dann weiter nördlich Richtung Portland mit Halt am Cape Ann und Cape Elizabeth, wo ich ein bisschen das schöne Wetter genossen habe. Im Cape Elizabeth steht der meist fotografierteste Leuchtturm von Neuengland und dient oft als Schauplatz für Stephen King Geschichten.



Cape Elizabeth


Cape Ann


Hafen in Portland


Die waren echt überall und haben einem rotzfrech das Brot aus der Hand geklaut


Heute bin ich im Arcadian National Park gestrandet. Ich habe zwar bisher nur einen kurzen Abend dort verbracht aber ich finde es jetzt schon unglaublich schön und es ist echt schwer, das in Worte zu fassen und eigentlich will man hier gar nicht mehr weg. Ich habe hier den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen, ganz oben auf dem höchsten Berg, dem Cadillac Mountain. Schöner Ort, um nach vorne zu sehen.
Morgen will ich eine richtige Wandertour machen. Wenn man Glück hat kann man sogar Elchen begegnen :)








Ansonsten hier einige Dinge, die mir hier immer wieder durch den Kopf gehen oder auffallen, nur ich weiß nicht wohin damit :)

-hier wird man ständig mit Folks, guys oder buddy angesprochen
-das Auto hupt nachdem man es abgeschlossen hat, um zu signalisieren, dass es auch wirklich zu ist
-Lieder im Radio werden zensiert, indem Fluchwörter oder sonstiges einfach weggelassen werden
-zum Frühstück gibt es schon Steak mit Eistee, was auch fleißige Abnehmer findet
-jeder zweite, mit dem ich mich unterhalte hört sofort an meinem Akzent, dass ich Deutsche bin
-an den Straßenrändern gibt es regelmäßig Friedhöfe, auf denen einfach nur ein Grabstein steht und als Schmuck eine amerikanische Flagge
-es gibt Unmengen!!!!!!! an Fast-Food-Ketten. Das ist echt unglaublich. Und leider verleitet es einen, alles mögliche zu testen.
-ich will die ganze Welt bereisen. Wer kommt mit? :)

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Samstag, 15. August 2015
Boston
Die letzten 2 Tage hab ich in Boston verbracht. Bin den Freedom Trail gelaufen, wo man an den wichtigsten und schönsten Orten der Stadt vorbei kommt, habe viel über die Boston Tea Party gelernt und vor allem den Stolz der Amerikaner auf ihr Land kennen gelernt. Vieles ist schon sehr patriotisch, alles ist "handsome" oder "awesome" aber ich muss echt sagen, dass die Menschen einem total nett begegnen und das ist bis jetzt eigentlich das schönste während meiner Reise. Vor allem in den Hostel lernt man echt schnell viele verschiedene Menschen aus aller Welt kennen, da stört auch das gemischte 6er-Zimmer nicht :) Aber das Leben und die Lebensmittel sind wahrsinnig teuer (selbst im Vergleich zu München) und man kann hier echt arm werden. Deswegen wundert es mich nicht, dass man zwischendurch immer mal wieder Menschen sieht, die auf der Straße leben müssen...
Morgen geht es weiter hoch in den Norden mit Stop am Strand. Das Wetter ist nämlich einfach herrlich und ich bin schon schön braun geworden :) und ich würden gerne das Surfen ausprobieren.

Hier noch paar Eindrücke aus der Stadt.

Skyline von Boston. Das ist wirklich total beeindruckend!




Am Abend gab es ein kostenloses Konzert von einem Andrew McMahon. Keine Ahnung wer das ist :)


Charles-River


Auf dem Schiff ist ein Museum von der Boston Tea Party. Dort wurde die Geschichte von Schauspieler dargestellt


Harvard Universität mit dem Herrn Harvard vorne dran. Und natürlich einer rießen Flagge.


Campus


Typische Häuser mit Leitern an der Fassade


Die Seitenstraßen gehen meist steil nach oben und sehen aus wie eine Allee (Hochkant-Bilder mag das hier irgendwie nicht)


Die sind wirklich überall und total zutraulich

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Donnerstag, 13. August 2015
Von Provincetown nach Boston
Was für ein Tag...
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll und wahrscheinlich vergess ich die Hälfte aber ich versuch es mal.
Heute morgen ging es um ca 11 Uhr an den Strand. Um die Zeit war echt noch kaum etwas los, was sich aber innerhalb einer Stunde ziemlich deutlich geändert hat.




Der Weg zum Strand in Provincetown. Ganz am Zipfel von Cape Cod.

Es ist echt noch traumhafter, als ich mir das vorgestellt habe. Der Sand ist absolut fein und so heiß, dass es an den Füßen bitzelt. Ins Wasser zu gehen hat mich etwas Überwindung gekostet, weil es echt mega kalt war und ziemlich algig, sodass man nicht sehen konnte, was einen da erwartet. Aber ich wurde mehr als belohnt. Nicht nur, dass die Abkühlung total gut getan hat. Das Allerbeste war, dass neber mir im Wasser 2 Robben aufgetaucht sind und dort fröhlich geschwommen haben :) echt der absolute Wahnsinn!


Da war der Strand noch leer

Danach ging es weiter nach Boston. Unterwegs hab ich Pause in einem McDonalds gemacht (zur Abwechslung zu Starbucks oder Dunkin Donuts) und dort einen getroffen, der für 3 Monate durch Bayern gereist ist und auch länger in München war. Manchmal ist die Welt echt klein. War total nett und ich hab währenddessen einen Shake mit 700kcal vertilgt (hab ich schon erwähnt, dass es echt schwer ist an sowas vorbei zu kommen?!).

Die Fahrt nach Boston rein war echt das reinste Abenteuer.



Straßenregeln spielen da überhaupt keine Rolle, weder rote Ampeln noch Verkehrszeichen oder sie blockieren einfach die Kreuzung. Wer wann fahren kann regelt man dann einfach mit Handzeichen. Man darf nicht groß überlegen sondern muss einfach dem Strom folgen und zwischendrin aufpassen keine Menschen umzufahren weil die auch einfach laufen wie sie wollen oder zwischen den Autos stehen und einen anquatschen. Überall ist es hektisch und man ist einfach nur geflasht von den ganzen Eindrücken. Die Leute grüßen einen aus dem Nachbarauto oder beginnen Gespräche während man im Stau steht, von der anderen Seite wird man angehupt weil man nicht schnell genug fährt. Kostet ziemlich viele Nerven aber ich hab irgendwann einen Lachflash bekommen und die Leute haben mitgelacht, dann ging es wieder :)

Habe außerhalb bei einem Park and Ride geparkt, weil man innen 40$ pro Tag zahlt. Wollte dann mit den Öffentlichen zum Hostel wieder rein fahren und habe einen Busfahrt gefragt, der mich prompt in die falsche Richtung geschickt hat. Ein anderer Mann hat mich verplant rum stehen sehen und mir geraten, ein Taxi zum Hostel zu nehmen weil ich in Boston schnell verloren gehen könnte :D er hat mir dann sogar ein Taxi gerufen, das mich zur Adresse gefahren hat, nur leider gab es da weit und breit kein Hostel, weil das wohl umgezogen ist. Also nochmal 30 Minuten zu Fuß zur neuen Adresse. Ich kann mich echt nicht beklagen, bereits in so kurzer Zeit nicht genug von Boston gesehen zu haben. Es ist so krass anders als in Deutschland, es gibt so viel zu sehen und zu entdecken und die Menschen sind einfach anders. Kann es aber nicht wirklich erklären, glaub das muss man einfach erleben. Jeder wünscht einen "safe trip" und ist total aufgeschlossen.
Jetzt bin ich im Hostel angekommen und liege in meinem 6-Bett-Zimmer und bin einfach nur erschlagen aber glücklich.
Freu mich schon drauf, was mich morgen alles erwartet.

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