Sonntag, 23. August 2015
Wandern in den white und green mountains
Gestern, heute und morgen hieß bzw. heißt es wandern, daher gibt es gar nicht so viel zu berichten. Treibe mich in den white und green mountains in Vermont rum und bin heute entlang des long trails gewandert, der sich durch den kompletten Staat bis hoch nach Canada zieht. Aber mir haben 4 Stunden davon gereicht :)



Ansonsten hatte ich eine sehr lustige Begegnung im letzten Hotel mit einem ehemaligen Soldaten der Air Force, der früher mal in Rammstein stationiert war. Echt durchgeknallter Typ mit amerikanischem Hut, kurzer Hose und gefühlten 10 Flaggen am Auto. Er hat mir gleich mal 2 Dosen Bier (von circa 20 aus seinem Kofferraum) geschenkt, weil ich ja schließlich aus der Stadt mit dem Oktoberfest und dem guten Bier komme :) Aber laut ihm sei Amerika viiiiel besser als Deutschland und ich solle doch mit ihm nach Arkansas kommen :)

Hab die Tage auch gezielt nach typisch amerikanischen Diner Ausschau gehalten, mit diesen roten Ledersitzen und wo man ununterbrochen Kaffee nachgeschenkt bekommt. Is lustig und man isst und trinkt viel zu viel. Dafür gibt es in vielen Restaurants Wasser umsonst.

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Freitag, 21. August 2015
Mount Washington
Vor ein paar Tagen hatte ich den schönsten Sonnenuntergang, heute war wohl die krasseste Wanderung meines Lebens. Obwohl, eigentlich war der letzte Teil überhaupt kein Wandern mehr, sondern Klettern (teilweise auf allen Vieren). Bin den Mount Washington in den White Mountains hoch, 1900m, der höchste Berg im Nordosten von USA und Teil des Appalachian Trails (tja, die einen reden nur davon, die anderen ziehen es durch ;) )

Am Anfang sah alles noch recht gemütlich aus. War zwar etwas steinig aber es war gut zu laufen und vor allem noch schön angenehm warm



Bin sogar an einem total coolen Wasserfall vorbei gekommen


Nach zwei Stunden hatte ich ungefähr Halbzeit, danach hat sich der Weg ganz schön geändert und es wurde herausfordernder


Je höher ich gekommen bin umso nebligen und kälter wurde es und ich War echt froh, dass ich meine Fleece-Weste dabei hatte. Auch die Aussicht nach unten wurde immer schlechter




Die letzte Stunde ging ohne Hilfe der Hände gar nix mehr und man musste sich teilweise echt hochziehen um weiter zu kommen. Da hat sich mein Klettertraining in den letzten Wochen ausgezahlt.


Wenn es zu neblig wurde, hat man nicht mal mehr die Leute, die 20 Meter vor einem waren, sehen können.

Nach 4 Stunden bin ich glücklich aber total am Ende oben angekommen :)


Es war zwar wahnsinnig anstrengend und eine rießige Herausforderung aber es hat (im Nachhinein) echt gut getan sich zu verausgaben und vor allem war es ein gutes Gefühl, sich durchgebissen zu haben. Es waren auch viele liebe andere Wanderer unterwegs, denen es genauso ging und dann hat man sich gegenseitig motiviert :)
Oben angekommen war es brutal kalt und der Wind war so krass, dass es mich sogar umgeweht hat

Nochmal 4 Stunden nach unten hätte ich nicht gepackt, weil meine Beine gezittert haben und ich komplett durchgeschwitzt war und gefroren habe. Es wäre ein Shuttlebus nach unten gefahren, aber der hätte 30 Dollar gekostet und deshalb bin ich mit einem netten polnischen Pärchen im Auto umsonst nach unten gefahren :) Lustigerweise hat auf dem Weg nach unten deren Bremsen gequalmt weil der Weg so steil war und man deswegen durchgehend bremsen musste. Also haben wir angehalten und erstmal 20 Minuten gewartet, bis alles abgekühlt war und dann ging es weiter. Echt schräg, was einem so passieren kann :D

Und ja, als Vegetarier ist es echt nicht einfach, abwechslungsreich zu essen. Nicht mal der McDonalds hat einen Veggiburger wie in Deutschland. Da bleiben dann oftmals nur noch die Pommes oder ekliges viel zu weiches Weißbrot aus dem Supermarkt. Obwohl beim McDonalds die Kalorienangaben auf den Anzeigetafeln oberhalb der Theke hinter jedem Produkt angegeben sind, was dann auch wieder abschreckend ist :)

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Mittwoch, 19. August 2015
Arcadian National Park
Ab heute heiße ich Frau Laura Deutsch. Der Typ an der Rezeption vom Motel konnte meinen Reisepass nicht wirklich lesen und hat statt meines Nachnamens die Nationalität eingetragen. Auch nicht schlecht. Den muss ich wenigstens nicht immer buchstabieren :) und zum Frühstück gab es zur Abwechslung zu ungetoastetem Toast mal Donuts. Ging also gestärkt in den Tag.

Im Arcadian National Park hab ich den "kühlen" Vormittag genutzt und bin einen der unzähligen Berge hoch gelaufen, den Champlain Mountain. Das war echt entspannend trotz Anstrengung weil allej paar Meilen ein anderer Untergrund war und vor allem hat es echt mal wieder gut getan sich etwas körperlich zu bewegen.

Mal Steintreppen


Dann wieder Felsen


Und überall lagen solche Steinhäufchen


Und zwischendrin immer wieder normale Waldwege. Und es hat sich echt gelohnt, der Ausblick oben war wirklich toll!!







Das sind unendliche Weiten, wie man sie sich in Deutschland gar nicht vorstellen kann. Ohne Bus oder Auto ist man in dem Park echt aufgeschmissen.


Wieder unten wurde ich am Straßenrand mitgenommen, hat mich ein Pärchen im Auto mitgenommen, weil ich ihnen sk leid tat und der Weg zum Strand ja noch soooo weit wäre. Nach circa 5 Minuten Autofahrt waren wir da :D In diesem riesigen Park gibt es nämlich auch einen Strand und nach der Anstrengung hab ich mich belohnt, mich an den Strand gelegt und Lifeguards mit roten Schwimmkojen a la Baywatch beobachtet. Und ja, die sind genauso durchtrainiert und mit hintergegelten Haaren wie man sie sich vorstellt.




Und über mir nichts als das


Danach hab ich erstmal Wäsche gewaschen und dabei dieLebensgeschichte vom Automechaniker nebenan gehört. Da war von Knast über Alkohol, geschiedene Ehe und fast tot alles dabei. War War echt nett und solche Begegnungen machen es ja irgendwie aus :)

Achja, das mit der Tax ist sehr verwirrend, weil die bei den Preisen die dort stehen nicht mit eingerechnet sind und dann kommt es immer nochmal teurer. Echt gemein.

Nach 4 Stunden Autofahrt und phasenweise eine Stunde ohne Gegenverkehr oder sonstiger Zivilisation bin ich in Gorham, New Hamshire angekommen.

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